Hallo Werner. Ich glaube, ich kann Deine Frage beantworten (diesmal
sogar mit einer wahren Geschichte):
Ich hatte letztens eine anregende
Partie Strippoker Unterhaltung mit einer
guten Freundin. Dabei erwähnte ich auch nebenbei, dass es am nächsten
Sonntag wohl ein
Pokerturnier in Nürnberg geben wird. Sie bezweifelte die
Legalität des Ganzen, da Poker in Deutschland als Glücksspiel gelte. Auf
meine Frage, wer das bestimmt, was ein Glücksspiel ist und was nicht,
präsentierte sie mir folgende Definition:
"Kartenspiele gelten aber nach Hickel/Wiedmann nur als
Geschicklichkeitsspiel wenn alle Karten ausgegeben werden."
Nachzulesen u. a. hierWir halten fest: Spiele wie
Skat oder
Doppelkopf sind Geschicklichkeits-
spiele, Poker ist es nicht. Bei meiner Recherche nach den Namen Hickel
und Wiedmann bin ich auf einen Wirtschaftsprofessor und einen
Kommunalpolitiker gestoßen, beide 64 Jahre alt. Ich weiß nicht, ob es die
beiden zitierten Herren sind, aber ich weiß mit Sicherheit, dass die beiden
zitierten Herren noch nie im Leben eine Partie Poker gespielt haben kön-
nen. Vermutlich treffen sie sich einmal in der Woche zur
legalen Skat-Partie.
Vielleicht sollte jemand diesen Herren erläutern, welchen Zweck die Chips
beim Pokern erfüllen, und wie man mit dem Setzverhalten aktiv in das
Spielgeschehen eingreift. Denn eines haben Skat/Doppelkopf und Poker
gemeinsam: Das Schicksal mag zwar entscheiden, ob man beim Austeilen
der Karten Glück hat oder nicht, aber das Können entscheidet darüber, wie
man diese Karten spielt. Und wenn sie das nicht kapieren, dann sind es
eben zwei Calling Stations. Schade nur, dass ausgerechnet Calling
Stations die Definition von Glücksspiel festlegen…