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Glückspiel? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Werner   
Montag, 26. März 2007
Sitz wieder mal vorm PC und gebe Turniergebnisse ein. Dabei denk ich immer wieder über den Artikel „Poker ist Glückspiel“ nach….
Aha gestern wurde Richard Toth Erster…. Nettes Preisgeld, na ja ist ja wieder so ein Glücksritter, wer kennt den schon? Hmmm Moment da war doch was, mal Googeln….
Dacht ich’s mir. Der war Sechster im Juli beim Mainevent im CCC, autsch was?!?
Zweiter bei einem WSOP Event… nicht schlecht. Na egal ist sicher nur ein Ausreißer, das Gesetz sagt mir doch, das es „EIN GLÜCKSPIEL“ ist…Papa Staat wird es sicher besser wissen.
Ich tippe weiter die Ergebnisse… aber warum hat der Toth heuer so viel Glück, bei großen Turnieren immer am Finaltisch, das ist ja a echter Glücksritter.
3 Platz Grigorij Orlov? Wer ist das denn… Google mal nach dem… ha den kennt keiner, endlich ich hab einen, Moment, Zweiter bei der Baltic Open 2006, wow erster beim Lithuanian Open Summer Festival. Sollte es bei dem Glückspiel Gerede nur um eigene Interessen gehen?
Eigentlich finde ich es sehr komisch, dass immer dieselben bei den großen Events vorne dabei sind. Ich tippe weiter meine Ergebnisse ein, verdammt das lässt mir jetzt keine Ruhe.
Ich such mir alle Österreicher aus der Gewinnerliste, Wagenknecht, Karall und noch den Herrn Stockinger. Stockinger? Da hab ich doch selbst einen Artikel auf meiner Seite. Na klar der hat das letzte große Turnier im CCC gewonnen. Dieser Wagenknecht und Karall, die beiden scheinen auch immer wieder auf Finaltischen auf. So durchforste ich nun schon Stunden das Internet, komme aber immer mehr zur Überzeugung, dass es sich dabei wohl eher um mehr, als nur um ein Glückspiel handelt.
Letzte Aktualisierung ( Montag, 26. März 2007 )
 
Glücksspiel! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Vig   
Donnerstag, 1. März 2007
Hallo Werner. Ich glaube, ich kann Deine Frage beantworten (diesmal
sogar mit einer wahren Geschichte):

Ich hatte letztens eine anregende Partie Strippoker Unterhaltung mit einer
guten Freundin. Dabei erwähnte ich auch nebenbei, dass es am nächsten
Sonntag wohl ein Pokerturnier in Nürnberg geben wird. Sie bezweifelte die
Legalität des Ganzen, da Poker in Deutschland als Glücksspiel gelte. Auf
meine Frage, wer das bestimmt, was ein Glücksspiel ist und was nicht,
präsentierte sie mir folgende Definition:

"Kartenspiele gelten aber nach Hickel/Wiedmann nur als
Geschicklichkeitsspiel wenn alle Karten ausgegeben werden."

Nachzulesen u. a. hier

Wir halten fest: Spiele wie Skat oder Doppelkopf sind Geschicklichkeits-
spiele, Poker ist es nicht. Bei meiner Recherche nach den Namen Hickel
und Wiedmann bin ich auf einen Wirtschaftsprofessor und einen
Kommunalpolitiker gestoßen, beide 64 Jahre alt. Ich weiß nicht, ob es die
beiden zitierten Herren sind, aber ich weiß mit Sicherheit, dass die beiden
zitierten Herren noch nie im Leben eine Partie Poker gespielt haben kön-
nen. Vermutlich treffen sie sich einmal in der Woche zur legalen Skat-Partie.

Vielleicht sollte jemand diesen Herren erläutern, welchen Zweck die Chips
beim Pokern erfüllen, und wie man mit dem Setzverhalten aktiv in das
Spielgeschehen eingreift. Denn eines haben Skat/Doppelkopf und Poker
gemeinsam: Das Schicksal mag zwar entscheiden, ob man beim Austeilen
der Karten Glück hat oder nicht, aber das Können entscheidet darüber, wie
man diese Karten spielt. Und wenn sie das nicht kapieren, dann sind es
eben zwei Calling Stations. Schade nur, dass ausgerechnet Calling
Stations die Definition von Glücksspiel festlegen…

(Original in meinem privaten Blog)
Letzte Aktualisierung ( Montag, 19. März 2007 )
 
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